
Mangelhafte Sicherheit von vertraulichen Daten in Unternehmen
Laut des Global Information Security Survey 2011 ist die Mehrheit der Unternehmen auf Angriffe auf vertrauliche Daten unzureichend vorbereitet. Gleichzeitig ist die Fürcht vor externen Bedrohungen so stark ausgeprägt, dass höhere Investitionen im Bereich des Risikomanagement-Prozesses geplant werden.
An der diesjährigen Umfrage nahmen 1700 Experten für Informationssicherheit aus 52 Ländern teil, die von der Unternehmensberatung Ernst & Young veröffentlicht wurde.
Aus der Umfrage ging eindeutig hervor, dass immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern auch außerhalb des Büros über das Internet Zugang zu Geschäftsdaten gewähren. Damit steigen die Risiken für die Datensicherheit gegen die sich die Mehrzahl der Unternehmen noch nicht ausreichend abgesichert hat. 56 Prozent aller Unternehmen gaben an, ihre Sicherheitsstrategien zum Datenschutz überprüfen oder modifizieren zu müssen, um sich besser zu schützen. Gleichzeitig sind knapp drei Viertel der Unternehmen der Auffassung, dass sich ihr Sicherheitsrisiko wegen der steigenden Zahl externer Bedrohungen erhöht hat.
Trotz dieser Entwicklung wollen die Verantwortlichen zukünftig noch stärker auf IT-Services setzen, die auf Cloud Computing basieren. 61 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits Cloud Computing oder sie evaluieren oder planen dessen Einsatz innerhalb des nächsten Jahres. Ein Großteil will in diesem Zusammenhang auch die Ausgaben für die Informationssicherheit anheben, um vor Angriffen geschützt zu sein. Lediglich 6 Prozent wollen künftig weniger für Sicherheit ausgeben.
Die größte Sorge der Verantwortlichen ist, dass sie die Geschäftstätigkeit ihres Unternehmens nicht aufrecht erhalten können, sollte es von einer Katastrophe wie einem terroristischen Anschlag oder einem Erdbeben betroffen sein. Aus diesem Grund setzen 36 Prozent der Teilnehmer ihre Top-Priorität im nächsten Jahr auf den Ausbau der “Business Continuity and Disaster Recovery Plans”. Aber auch der Schutz vor Datenverlust und Datenlecks steht mit 13 Prozent ganz oben auf der Liste.
Darüber hinaus wird laut Umfrage das Thema “Social Media” nach wie vor kritisch gesehen. Die Einschleusung von Viren, gehackte Accounts und die Weitergabe vertraulicher Daten haben bei mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen dazu geführt, dass der Zugang zu Social-Media-Seiten gesperrt oder stark eingeschränkt wurde. 46 Prozent haben ihre Geschäftsrichtlinien angepasst, um diese Risiken zu minimieren und 38 Prozent überwachen verstärkt die Internetnutzung in ihrem Unternehmen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass trotz erhöhter Sicherheitsrisiken das Thema Datensicherheit in nur 12 Prozent der Firmen regelmäßig auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzungen steht. Auch die Priorität des Themas in anderen Unternehmensbereichen ist derzeit noch gering. Nur knapp die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass ihre Informationssicherheit den tatsächlichen Bedürfnissen des Unternehmens entspricht.