Ein Schadprogramm sperrt Rechner zu Unrecht und angeblich im Namen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gemäß der Pressemitteilung des BSI handelt es sich um eine neue Variante einer bereits seit 2011 bekannten Schadsoftware, mit der Kriminelle versuchen, Geld von PC-Besitzern zu erpressen. Die Schadsoftware sperrt die betroffenen Systeme und fordert die Nutzer in einer Einblendung auf, einen Geldbetrag zu entrichten, da mit dem Rechner angeblich illegale Raubkopien heruntergeladen wurden.
Gegen Zahlung einer Gebühr von 50 Euro, zahlbar via Paysafecard, werde der Computer automatisch entsperrt. Es folgt eine schrittweise Anleitung zur Bezahlung mit diesem Bezahlsystem sowie eine Eingabemaske. Die Malware versucht, durch die missbräuchliche Nutzung der Logos des BSI und der GVU vertrauenswürdig zu erscheinen und suggeriert, die beiden Institutionen stünden hinter der Sperrung. Dies ist jedoch nicht der Fall. Eine Zahlung nach dem im Schreiben angegebenen Vorgehen führt nicht zur „Entsperrung“ des Rechners.



