Der Router-Hersteller Buffalo hat die in der vergangenen Woche gemeldete gravierende Sicherheitslücke bei ihren eigenen Geräten bestätigt. In einem Statement gibt der Hersteller an, auch bei Buffalo Technology ist WPS standardmäßig aktiviert, was auch unsere Router für diese Art von Attacken anfällig macht. Generell ist es so, dass dieser Standard eine Schwäche hat. Aber wenn man als Hersteller kompatibel sein will, dann muss man diese Schwächen in Kauf nehmen, erklärte das Unternehmen gegenüber abmahnung-blog.de. Immerhin können die Besitzer dieser Router die WPS-Funktion wieder deaktivieren.
Die Lücke ermögliche es Angreifern, sich auf dem Router einzuloggen und das Wi-Fi Passwort anzuzeigen. Wie der österreichische FH-Student Stefan Viehböck in seinem Blog berichtet, soll es schwere Designfehler in dem 2007 entwickelten Wi-Fi Protected Setup (WPS) geben. Dem Studenten gelang es, über einen Brute-Force-Angriff, erfolgreich in mehrere WLAN-Router einzudringen, bei denen WPS aktiviert war. Da die Funktion bei vielen Geräten ab Werk eingeschaltet ist, könnten Millionen von Nutzern betroffen sein. Das Computer Emergency Readiness Team (CERT) der USA, hatte eine Sicherheitswarnung veröffentlicht. Demnach seien unter anderem Geräte der Hersteller Cisco/Linksys, Netgear, D-Link, Belkin, Buffalo betroffen.
Die Funktion wurde entwickelt, um zwei Router schneller miteinander zu verbinden. Beherrschen beide die Funktion, reicht ein Druck auf einen Knopf auf den Geräten, um sie miteinander zu verbinden. Zudem lassen sich WPS-Geräte auch über eine PIN-Abfrage ins Netzwerk einbinden. Schützen kann man sich vor solchen Angriffen vorerst, indem man in der Konfigurationsoberfläche WPS abschaltet.
Alternativ lasse sich für eine benutzerfreundliche Verbindung AOSS nutzen, rät Buffalo Technology. Das sei am ehesten mit Push-Button-WPS vergleichbar. Nach Angaben des Unternehmens ist AOSS durch die Art der Attacke nicht angreifbar, weil es das Prinzip der Eingabe eines Keys wie bei WPS hier nicht gebe. Auch AOSS lässt sich komplett deaktivieren.













