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Archive for the ‘Andere Rechtsgebiete’ Category

LG München I: Nachträgliche Verlängerung einer befristeten Rabattaktion ist irreführend

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Das Landgericht München I hat mit Beschluss vom 14.09.2011 (Az.: 17 HK O 2017/11) entschieden, dass die einer zeitlich befristeten Preisrabattaktion unlauter und damit unzulässig ist.

Bei der nachträglichen Verlängerung einer befristeten Preisrabattaktion handelt es sich um eine objektive Irreführung des Verkehrs im Sinne des   § 5 UWG. Darauf, dass der Werbende schon bei der Werbung für den ersten Zeitraum des Angebots die Absicht der Verlängerung hatte, kommt es nicht an, da der Irreführungstatbestand des § 5 UWG insoweit allein an die objektive Eignung zur Irreführung des Verkehrs anknüpft, ein Verstoß gegen das Lauterkeitsrecht wird nicht von subjektiven Voraussetzungen abhängig gemacht. Das irreführende Moment bei einer nachträglichen Verlängerung einer zeitlich befristeten Rabattaktion ist gerade darin zu sehen, dass der Verbraucher irrtümlich meint, nur den ersten kurzen Aktionszeitraum für eine Kaufentscheidung zur Verfügung zu haben, daher wird sich der Verbraucher auch eher zum Kauf veranlasst sehen, als derjenige, der mehr Zeit hat, das Angebot mit anderen auf dem Markt angebotenen Waren zu vergleichen.

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LG Potsdam: Werbeaussage “nur für kurze Zeit” ist unzulässig

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Das Landgericht Potsdam hat mit Urteil vom 16.02.2011 (Az.: 52 O 174/10) entschieden, dass die Aussage “nur für kurze Zeit” im Zusammenhang mit einer Preisangebotswerbung unzulässig ist. Nach Ansicht des Gerichts ist der Händler verpflichtet, die Dauer der zeitlich begrenzten Preisrabattaktion zu nennen. Der Hinweis “nur für kurze Zeit” ist nicht transparent und daher wettbewerbswidrig.

Wörtlich heißt es:

“Eine “kurze Zeit” kann aus der Sicht eines verständigen Verbrauchers eine Aktion für zwei bis drei Tage, aber auch für zwei bis drei Monate sein. Dies muss die Beklagte klarstellen, das erfordert das Transparenzgebot des § 4 Nr. 4 UWG.”

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BGH: Streit um Schadensersatz nach Ebay-Auktion

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Der prüft am 18. Januar 2012, ob durch einen nach einer abgeschlossenen Kaufvertrag Ansprüche auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung bestehen. Im konkreten Fall hatte eine Frau auf der Website der Firma Ebay ein Handy mit der Bezeichnung „Vertu Weiss Gold“ zur Versteigerung angeboten.

Sie verkaufte es für 789 Euro. Bis heute versucht der Käufer, dieses Geld nicht zu bezahlen. Denn der Ersteigerer verweigerte die Annahme und Bezahlung des Handys, weil er es für ein Plagiat hält. Er klagte und behauptet, dass ein Original-Handy dieser Marke 24.000 Euro kosten würde. Vor Gericht forderte er die Zahlung von 23.218 Euro Schadensersatz (24.000 Euro abzüglich des Kaufpreises von 782 Euro) nebst Zinsen und Rechtsanwaltskosten.

Sowohl das  (Az.: 12 O 75/09) als auch das  (Az.:  8 U 472/09 -122) gestanden dem enttäuschten Käufer kein Schadensersatz zu.  Schließlich kam der Fall zum (Az.: VIII ZR 244/10).

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OLG Köln: Unity Media darf nicht mit “doppelt schnellem” Internetzugang werben

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Das hat dem Kabelanbieter mit einer einsweiligen verfügung untersagt Werbung mit dem Slogan “dopppelt so schnell wie normales DSL” zu machen. Der Werbespruch sei nach Ansicht der Richter in “mehrfacher Hinsicht irreführend”. Damit wurden zwei Urteile des Landgerichts Köln vom 16. Dezember ( Az.: 6 U 146/11 und 6 U 150/11) bestätigt. Die Werbung war auf Antrag eines  eines Konkurrenten durch eine einstweilige Verfügung gestoppt worden. Das Unitymedia-Angebot sei nicht in jedem Fall doppelt so schnell wie bei anderen Anbietern, urteilte das Gericht.

Zum einen ergebe sich erst aus einer Fußnote, dass unter “normalem” DSL eine Datenübertragungsrate beim Download von 16.000kbit/s verstehe und mit der Angabe “doppelt so schnell” daher eine Übertragungsrate von 32.000 kbit/s meine, entschieden die Richter. Zudem würdenvon den Konkurrenten auch Internetverbindungen mit einer höheren Übertragungsrate als 16.000 kbit/s angeboten, so dass  mit ihrem Angebot von 32.000 kbit/s nicht in jedem Fall doppelt so schnell sei wie andere Anbieter.

Beim Upload von Daten bleibe das Angebot mit einer Geschwindigkeit von 1 Mbit/s sogar noch hinter den Angeboten der Antragstellerin zurück, die ihren Kunden bis zu 10 Mbit/s Uploadgeschwindigkeit zur Verfügung stelle. Die Werbung erwecke den Eindruck, so die Richter, dass es für die Schnelligkeit des Internezugangs auf weitere Faktoren, wie die Leistungsfähigkeit des Computers oder dessen hausinterne Verkabelung, gar nicht ankomme. Alleine mit dem Anbieterwechsel könne der Kunde auf jeden Fall schneller surfen können als beim vorherigen Anbieter.

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Staatsanwaltschaft Darmstadt klagt Abo-Fallen-Anbieter an

Montag, Dezember 19th, 2011

Die hat Anklage wegen des gewerbsmäßigen Betrugs mit im  erhoben. Vier Männern wird vorgeworfen mit den Portalen opendownload.de und softwaresammler.de von 2008 bis 2010 Internetnutzer für ein Abonnement zur Kasse gebeten haben. Mit der Weiterverbreitung von kostenlosen Programmen versuchten die Beschuldigten Nutzer abzukassieren.

Betroffene die im nach kostenlosen Programmen oder nach Virenschutzprogrammen gesucht hatten, wurden auf die Internetseiten opendownload.de geleitet. Die Nutzer sollten sich dort über ein Onlineformular registrieren, um angeblich kostenlos Software herunterladen zu können. Dort fand sich ein kaum lesbarer Hinweis auf Kosten und Laufzeit von zwei Jahren. Wer sich anmeldete, musste zudem auf sein gesetzliches Widerrufsrecht verzichten.

Andere Verfahren, die etwa die Internetseite top-of-software.de betreffen, wurden den Angaben zufolge vorläufig eingestellt.

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Vorratsdatenspeicherung: DJV gegen Wiedereinführung

Montag, Dezember 19th, 2011

Der Deutsche Journalisten Verband () spricht sich entschieden gegen eine Wiedereinführung der in Deutschland aus.

Vor sechs Jahren hatte das -Parlament eine Richtlinie beschlossen, die alle Mitgliedsstaaten zur Umsetzung der verpflichtet. Der kritisiert diese Richtlinie, weil sie von Telekommunikations-Dienstleister verlange, “sensible Informationen aller ihrer Kunden über soziale und geschäftliche Standorte, Beziehungen und individuelle Lebenssituationen von über 80 Millionen Bürgern in Deutschland ohne jeden Verdacht einer Straftat jeweils über mehrere Monate zu dokumentieren, um strafrechtliche Ermittlungen zu erleichtern”. Der Journalisten-Verband befürchtet, dass die Berufsgeheimnisse von Anwälten, Ärzten, Seelsorgern, Journalisten und Beratungsberufen zerstöre. Sie begünstige Datenpannen und Datenmissbrauch. Für Journalisten untergrabe sie den Schutz von deren Quellen und beschädige damit im Kern die Pressefreiheit. “Die Wiedereinführung der würde den Informantenschutz aushebeln und die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Journalisten zerstören.”

Der Deutsche Journalisten Verband appelliert daher an das Parlament und die , nicht erneut eine verdachtslose zu ermöglichen. Er fordert die auf, sich für eine Aufhebung der -Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung und für ein europaweites Verbot jeder verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten einzusetzen.

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Bundesrat: Löschung von Kinderpornoseiten zugestimmt

Montag, Dezember 19th, 2011

In seiner letzten Sitzung des Jahres 2011 hat der  grünes Licht für das komplette Löschen von Webseiten mit gegeben. Nach dem hat auch die Länderkammer dem Vorhaben zugestimmt, die umstrittenen -Sperren zu kippen. Das noch von der großen Koalition beschlossene und bereits ausgesetzte wird damit endgültig aufgehoben. Kritiker dieser Regelung hatten den Aufbau einer staatlichen Zensurbehörde befürchtet. Zudem äußerten Kritiker Zweifel an der Wirksamkeit, weil die Sperren leicht zu umgehen seien. Deshalb sollen Seiten mit kinderpornografischen Inhalten künftig nicht mehr gesperrt sondern komplett gelöscht werden.

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Polizei Bremerhaven: Betrugsverdacht bei Lotto 3000

Freitag, Dezember 16th, 2011

Die jüngste Warnung zu kommt von der in Bremerhaven. Eine 77-jährige Rentnerin aus Geestemüde wurde per Telefon massiv aufgefordert 3.000 Euro an die dubiose Firma zu überweisen, teilten die Beamten mit. Die Frau habe angeblich einen Lotto-Vertrag abgeschlossen, aber die Beiträge nie bezahlt. Dafür habe sie aber Gewinne kassiert und soll jetzt nachzahlen, hieß es am Telefon. Die Seniorin habe laut daraufhin sofort aufgelegt. Doch die Anrufe hörten nicht auf. Immer wieder klingelte das Telefon und die Stimme forderte Geld.

Auf Anfrage der Beamten bei anderen Dienststellen sei diese Masche offenbar kein Einzelfall. In Heidelberg wird dazu inzwischen ein Sammelverfahren wegen Betrugs­verdachts geführt, teilte die Bremerhaven mit. Die Beamten vermuten, dass diese Anrufe durch einen Computer gesteuert werden und die angeblichen Kunden immer wieder angerufen, wenn sie vorzeitig auflegen. Dabei wurde nach Polizeiangaben statt des Firmennamens , auch schon der Name „Compresent Erfurt GmbH“ verwandt.

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Neue IT-Sicherheitsstrategie für die EU

Freitag, Dezember 16th, 2011

Im Rahmen der am 14.12.2011 stattgefundenen Ratssitzung der für Telekommunikation zuständigen Minister in Brüssel, kündigte die -Kommissarin für die Digitale Agenda, , für das kommende Jahr eine “große europäische Strategie für die Sicherheit der europäischen Netze” an. Sie berichtete, sie habe in einem Schreiben an die für IT-Sicherheit zuständigen Ministerien in den Mitgliedsländern zunächst die dortigen Sicherheitskapazitäten abgefragt. Kroes erklärte, die müsse sich politisch zukünftig mehr im Bereich der IT-Sicherheit und des Schutzes kritischer Infrastrukturen engagieren. In der nun ausgearbeiteten Strategie soll insbesondere die europäische Sicherheitsagentur “European Network and Information Security Agency” (ENISA) eine Schlüsselrolle spielen.

Unterstützt werden soll die ENISA zukünftig vom  CERT sowie vom European Cybercrime Center, das 2013 seinen Dienst aufnehmen soll. Der ENISA wird den Plänen von Kroes zufolge künftig in stärkerem Maße auch eine operative Funktion zukommen. Bislang ist sie primär in der Forschung und Beratung tätig. So gibt die Behörde etwa Empfehlungen an -Mitgliedsländer heraus, wenn Sicherheitsprobleme wie Angriffe oder massive Malware-Kampagnen bekannt werden.

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Vorratsdatenspeicherung: Protestaktion in mehreren Städten

Freitag, Dezember 16th, 2011

Am 14.12.2011 fanden zahlreiche Protestaktionen in Deutschland, Luxemburg und Österreich statt. Anlass hierfür war der sechste Jahrestag des Beschlusses des -Parlaments. Inhalt des Beschlusses ist die Wiedereinführung der .

In Deutschland wurde u.a. vor dem Brandenburger Tor und den Büros mehrerer Abgeordneter gegen die anlasslose und flächendeckende Überwachung aller Kommunikationsdaten protestiert. Die Teilnehmer spannten Datennetze auf, in denen symbolträchtig beispielsweise die Begriffe Freiheit, Privatsphäre und Unschuldsvermutung eingefangen wurden. Am Ende der Aktion wurde das Datennetz dann durchtrennt. Gleichzeitig veröffentlichten der Arbeitskreis und weitere 34 Verbände eine gemeinsame Erklärung, damit sich die auf -Ebene mit Hilfe rechtlicher Schritte für eine “Wahrung der Grundrechte” aller Bürgerinnen und Bürger stark macht.

Des Weiteren versuchte man in Wien mit der Übergabe von mehr als 4.000 Unterschriften an das Parlament das geplante Inkrafttreten der Umsetzung der -Richtlinie durch Österreich zu verhindern.

Es bleibt nun abzuwarten, ob die durchgeführten Proteste in mehr als 20 Städten etwas bewirkt haben.

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Düsseldorfer Kreis: Datenschutz in sozialen Netzwerken

Freitag, Dezember 16th, 2011

Am 08.12.2011 haben die zum zusammengeschlossenen obersten Aufsichtsbehörden für den im nichtöffentlichen Bereich einen gemeinsamen Beschluss zum “ in sozialen Netzwerken” gefasst. Der Kreis macht in seinem Beschluss deutlich, dass Anbieter wie und Google, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässig sind, gemäß § 1 Abs. 5 S. 2 BDSG dem hiesigen Datenschutzrecht unterliegen, soweit sie ihre Daten durch Rückgriff auf Rechner von Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland erheben. Die Anwendung des BDSG könne auch nicht durch das schlichte Gründen einer rechtlich selbstständigen Niederlassung in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes umgangen werden.

Darüber hinaus fordert der wörtlich weiter:

“Es muss zur Wahrung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung eine leicht zugängliche und verständliche Information darüber gegeben werden, welche Daten erhoben und für welche Zwecke verarbeitet werden. [...] Die Voreinstellungen des Netzwerkes müssen auf dem Einwilligungsprinzip beruhen, jedenfalls soweit nicht der Zweck der Mitgliedschaft eine Angabe von Daten zwingend voraussetzt. Eine Datenverarbeitung zunächst zu beginnen und nur eine Widerspruchsmöglichkeit in den Voreinstellungen zu ermöglichen, ist nicht gesetzesmäßig.

Es muss eine einfache Möglichkeit für Betroffene geben, ihre Ansprüche auf Auskunft, Berichtigung und Löschung von Daten geltend zu machen. Grundvoraussetzung hierfür ist die Angabe von entsprechenden Kontaktdaten an leicht auffindbarer Stelle, damit die Betroffenen wissen, wohin sie sich wenden können.

Die Verwertung von Fotos für Zwecke der Gesichtserkennung und das Speichern und Verwenden von biometrischen Gesichtserkennungsmerkmalen sind ohne ausdrückliche und bestätigte Einwilligung der abgebildeten Person unzulässig.

Das Telemediengesetz erfordert jedenfalls pseudonyme Nutzungsmöglichkeiten in sozialen Netzwerken. Es enthält im Hinblick auf Nutzungsdaten – soweit keine Einwilligung vorliegt – ein Verbot der personenbeziehbaren Profilbildung und die Verpflichtung, nach Beendigung der Mitgliedschaft sämtliche Daten zu löschen.

Das direkte Einbinden von , beispielsweise von , Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, wodurch eine Datenübertragung an den jeweiligen Anbieter des ausgelöst wird, ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig.

[...]

Betreiber, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässig sind, müssen gemäß § 1 Abs. 5 S. 3 BDSG einen Inlandsvertreter bestellen, der Ansprechperson für die Datenschutzaufsicht ist.

In Deutschland ansässige Unternehmen, die durch das Einbinden von eines Netzwerkes auf sich aufmerksam machen wollen oder sich mit Fanpages in einem Netzwerk präsentieren, haben eine eigene Verantwortung hinsichtlich der Daten von Nutzerinnen und Nutzern ihres Angebots. Es müssen zuvor Erklärungen eingeholt werden, die eine Verarbeitung von Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer durch den Betreiber des sozialen Netzwerkes rechtfertigen können. Die Erklärungen sind nur dann rechtswirksam, wenn verlässliche Informationen über die dem Netzwerkbetreiber zur Verfügung gestellten Daten und den Zweck der Erhebung der Daten durch den Netzwerkbetreiber gegeben werden können.

Anbieter deutscher Websites, die in der Regel keine Erkenntnisse über die Datenverarbeitungsvorgänge haben können, die beispielsweise durch ausgelöst werden, sind regelmäßig nicht in der Lage, die für eine informierte Zustimmung ihrer Nutzerinnen und Nutzer notwendige Transparenz zu schaffen. Sie laufen Gefahr, selbst Rechtsverstöße zu begehen, wenn der Anbieter eines sozialen Netzwerkes Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer mittels Social Plugin erhebt. Wenn sie die über ein Plugin mögliche Datenverarbeitung nicht überblicken, dürfen sie daher solche Plugins nicht ohne weiteres in das eigene Angebot einbinden.

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Achtung: Neue Kontroll- und Kennzeichnungspflichten für Haushaltsgroßgeräte

Donnerstag, Dezember 15th, 2011
Abmahnsicher durch unsere Shopprüfung

Abmahnsicher durch unsere

haben bei der Bewerbung und dem Verkauf von Haushaltskühlgeräten, -geschirrspülern und -waschmaschinen neue Kontroll- und Kennzeichnungspflichten zu beachten.

Zunächst müssen die Händler kontrollieren und prüfen, ob die Lieferanten ihre obliegenden Kennzeichnungs- und Informationspflichten einhalten und ob die die von den Lieferanten bereitgestellten Etiketten deutlich sichtbar außen an der Vorder- oder Oberseite tragen.

Darüber hinaus haben die Shopbetreiber ab Frühling 2012 auch die Pflicht, bei jeglicher Werbung für eines der o.g. Geräte dessen Energieeffizienzklasse anzugeben.

Des Weiteren sind die Geräte nach den neuen Vorgaben zu kennzeichnen und die folgenden Angaben in gut lesbarer Schriftart und Schriftgröße im Onlineangebot anzuführen: 

1. Haushaltskühlgeräte (ab 30.03.2012):

  • Modellname/-kennzeichen des Kühlschranks/Gerätetyp
  • Energie-Effizienzklasse des Modells
  • jährlicher Energieverbrauch des Gerätes
  • Nutzinhalt jedes Kühl- und/oder Gefrierfachs
  • Sternkennzeichnung des Gefrierfachs
  • Klimaklasse nach Anhang VIII der Tabelle 3 Nr. 1 der -Verordnung Nr. 1060/2010
  • Geräuschemissionen in Dezibel
  • Gerät zum Einbau? Wenn ja: angeben
  • bei Weinschränken folgende Angabe machen: “Dieses Gerät ist ausschließlich zur Lagerung von Wein bestimmt.”

2. Haushaltswaschmaschinen (ab 20.04.2012):

  • Modellname/-kennzeichen des Waschvollautomaten/Gerätetyp
  • Nennkapazität in kg Baumwolle (“Baumwolle 60 °C”)
  • Energieeffizienzklasse gemäß Anhang VI Nr. 1 der -VO Nr. 1061/2010
  • gewichteter jährlicher Energieverbrauch in kWh/Jahr, berechnet gemäß Anhang VII Nr. 1 c der -VO Nr. 1061/2010
  • gewichteter jährlicher Wasserverbrauch in Liter/Jahr, berechnet gemäß Anhang VII Nr. 2 a der -VO Nr. 1061/2010
  • Schleudereffizienzklasse gemäß Anhang VI Nr. 2 der -VO Nr. 1061/2010
  • maximale Schleuderdrehzahl
  • Angabe der Geräuschemissionen beim Waschen und Schleudern
  • Gerät zum Einbau? Wenn ja: angeben

3. Haushaltsgeschirrspüler (ab 20.04.2012):

  • Modellname/-kennzeichen des Geräts/Gerätetyp
  • Energieeffizienzklasse gemäß Anhang VI Nr. 1 der EU-VO Nr. 1059/2010
  • Nennkapazität in Standardgedecken für den Standardreinigungszyklus
  • jährlicher Energieverbrauch in kWh/Jahr, berechnet gemäß Anhang VII Nr. 1 b der EU-VO Nr. 1059/2010
  • jährlicher Wasserverbrauch in Liter/Jahr, berechnet gemäß Anhang VII Nr. 3 der EU-VO Nr. 1059/2010
  • Trocknungseffizienzklasse gemäß Anhang VI Nr. 2 der EU-VO Nr. 1059/2010
  • Luftschallemissionen in dB
  • Gerät zum Einbau? Wenn ja: angeben

Der Händler muss sicherstellen, dass die Kunden die unter 1., 2. und 3. genannten Pflichtangaben vor dem Kauf des jeweiligen Haushaltsgerätes zur Kenntnis nehmen können. Die Angaben sollten daher in die jeweiligen Artikelbeschreibungen eingebunden werden. Etwaige Versäumnisse würden zu kostspieligenden Abmahnungen führen.

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LG Berlin: Einstweilige Verfügung gegen buch.de-Gutscheine

Donnerstag, Dezember 15th, 2011

Das darf Gutscheine nicht auf preisgebundene Bücher anrechnen. Das hat das  in einer einstweiligen Verfügung entschieden, teilte der mit. Das Verfahren war den Angaben zufolge vom Börsenverein und einem Berliner Buchhändler initiiert worden. Zuvor war bekannt geworden, dass das Online-Portal Gutscheine im Wert von fünf und zehn Euro zum Weihnachtsgeschäft gestreut oder über Firmen wie Zalando oder Click and Buy versandt hatte. 

Die Richter befanden, dass  auch wenn ein Dritter nach Einlösung des Gutscheins die Preisdifferenz bezahle, liege ein Verstoß gegen die Preisbindung vor. Hierdurch werde ein Preiswettbewerb eröffnet, den das Gesetz verhindern wolle. Entscheidend sei die Sicht des Endkunden, der den Eindruck erhalte, für das Buch weniger bezahlen zu müssen als bei anderen Buchläden.

Das (Az.: 315 O 182/11) hatte bereits im April diesen Jahres dem Online-Shop studibooks untersagt, Zuzahlungen von “Fördern” auf den Kaufpreis von Fachbüchern anzurechnen.

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Umfrage: Betreiber von Online-Shops verstoßen immer öfter gegen Datenschutz

Donnerstag, Dezember 15th, 2011

Betreiber von Webshops verstoßen laut einer Studie der Xamit-Beratungsgesellschaft mit ihren Webseiten immer öfter gegen den . Insgesamt wurden 82 Verstöße oder Beanstandung auf jeweils 100 untersuchten Webpräsenzen gezählt, teilten die IT-Experten mit. 2010 waren es 73.

Der Studie zur Folge haben datenschutzkonform handelnde Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil von mehr als 7,5 Milliarden Euro gegenüber solchen, die das Datenschutzrecht nicht beachten.

Besorgt zeigten  sich die Experten auch über den Anstieg von Kontaktformularen. 65 Prozent der untersuchten Webseiten nutzen das Formular ohne eine entsprechende Datenschutzerklärung. Zudem ist der umstrittenden “Like-Buttons” in immer mehr Shopseiten eingebunden. Der Einsatz hat sich den Angaben zufolge von 0,6 Prozent in 2010 auf 6,6 Prozent in diesem Jahr erhöht. Steigende Zahlen auch beim Erafssen von heimlichen Webstatistiken. Der Einsatz ist um 12 Prozent gestiegen.  Alleine das Online-Tool Google-Analytics wird auf 22 Prozent der deutschen Webseiten in der nicht anonymisierenden Form eingesetzt. 

Für die Studie  wurden mehr als 37.000 Webseiten von deutschen Unternehmen, politischen Organisationen, Gemeinden und Vereinen untersucht.

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Abzocke am Telefon: Vorsicht vor falscher Verbraucherzentrale

Donnerstag, Dezember 15th, 2011
ACHTUNG: Neue Abzocke am Telefon

ACHTUNG: Neue Abzocke am Telefon

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt eindringlich vor einer neuen Abzock-Masche am Telefon.

Unbekannte Anrufer geben sich als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale aus und bieten ihre Hilfe gegen ein zweistelliges Entgelt an. Offeriert wird etwa der vorsorgliche Eintrag in eine Sperrliste, der Betroffene vor unaufgeforderten Werbeanrufen schützen soll oder die vorgebliche Löschung von in Umlauf geratenen persönlichen Daten. Darüber hinaus wird die Unterstützung eines Anwalts in Aussicht gestellt, der angeblich gegen unberechtigte Forderungen vorgeht. Zuvor werden die Angerufenen aufgefordert, ihre persönlichen Daten preiszugeben. Angeblich, um die notwendigen Unterlagen per Nachnahme zusenden zu können. Oftmals wird den Betroffenen dann auch noch die Bankverbindung mit entlockt.

Die erklärt hierzu: “Wir betreiben keine Telefonwerbung und fragen niemals nach Kontodaten. Unter dem Vorwand, gegen eine Gebühr einen wirkungsvollen Schutz vor lästigen Telefonanrufen zu bieten, missachten die ungebetenen Anrufer selbst dreist das Verbot der unlauteren Telefonwerbung und treiben mit dem Missbrauch unseres guten Namens die weit verbreitete Masche auf die Spitze.”

Auch die in Mecklenburg Vorpommern warnt in Rostock vor dem teuren Angebot einer “Verbraucherschutzzentrale”, das derzeit in vielen Telefonbüchern im Nordosten auftaucht und leicht mit der echten Verbraucherzentrale zu verwechseln ist. Wer etwa bei der Nummer für Rostock anruft, wird auf eine weitere Servicenummer verwiesen, die 1,99 Euro pro Minute kostet.

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Erneute Cyber-Attacke auf Spiele-Publisher Square-Enix

Donnerstag, Dezember 15th, 2011

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde der Spiele-Publisher Square Enix Ziel einer . Die Hacker haben sich auf den Server Zugriff verschafft, auf denen Nutzerdaten der japanischen sowie der amerikanischen Community-Webseiten hinterlegt waren, teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Laut Square Enix ist derzeit noch unklar, welche Daten gestohlen wurden. Die entsprechenden Server wurden vom Netz genommen, um eine Ermittlung durchführen zu können. Zudem will das Unternehmen seinen -Auftritt mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen nachrüsten.

Der Konzern teilte auf der Webseite mit, dass keine Kreditkarten-Informationen entwendet wurden. Auf den betroffenen Servern seien keine derartigen Details gespeichert gewesen. Bereits im Mai diesen Jahres wurde Square Enix und dessen Tochter-Unternehmen Eidos Ziel eines . Dabei sollen die Daten von 80.000 Nutzern gestohlen worden sein

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Datenschutz: Wildwuchs bei Videoüberwachung

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Niedersachsens hat die Fortschritte beim Abbau von Videokameras im Land gelobt. Es seien zahlreiche Missstände beseitigt und etwa Kameras anders ausgerichtet oder gekennzeichnet worden, sagte Joachim Wahlbrink bei der Vorstellung seines Tätigkeitsbericht für die Jahre 2009 und 2010. Zudem wurden 81 Videokameras sowie 51 Attrappen komplett abgebaut. 

Im vergangenen Jahr hatte Wahlbrink darauf aufmerksam gemacht, dass 99 Prozent von mehr als 3.300 überprüften Kameras von Behörden und Kommunen in Niedersachsen gegen verstießen. Ein regelrechter Wildwuchs von Kameras sei zudem in allen Bereichen der Wirtschaft zu verzeichnen. Ein Großteil davon befinde sich in Geschäften. Auch bei Restaurants häuften sich die Beschwerden der Bürger wegen der . In vier Restaurants einer Fast-Food-Kette entdeckten die Datenschützer insgesamt 94 Kameras. Ein Großteil sei nach Gesprächen mit der Konzernführung abgebaut worden.

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Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert sucht Hilfe beim Landtag

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Im Streit um die -Fanpages hat sich der oberste Datenschützer Thilo Weichert über seine Machtlosigkeit beklagt und den Landtag als Kontrolleur der Verwaltung um Unterstützung gebeten.

Grund hierfür ist, dass viele öffentliche Stellen nicht auf die Beanstandungen des reagiert haben. Laut Weichert blieben Aufforderungen an die Staatskanzlei und die Industrie- und Handelskammer, zur Rechtsklärung Feststellungsklagen gegen das beim Verwaltungsgericht einzulegen, ohne Resonanz. Darüber hinaus hätten sowohl das Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium als auch das Innenministerium die Bitte, im Rahmen der Rechtsaufsicht datenschutzkonforme Zustände wiederherzustellen, nicht befolgt.

Anders als im Bereich der Privatwirtschaft, wo auch Bußgelder verhängt werden können, kann das lediglich nur folgenlose Beanstandungen aussprechen. Diese stießen jedoch auf taube Ohren, so dass Herr Weichert nun den Landtag um Hilfe gebeten hat.

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Filesharing: Musikindustrie fordert besseren Schutz im Internet

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Die Musikindustrie fordert von der eine nachhaltige Strategie zum Schutz geistigen Eigentums in der digitalen Welt. „Nachdem die Musikindustrie Ende der 1990er Jahre als erste Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft vom illegalen überrollt wurde, hat sie längst alle Voraussetzungen für die legale Nutzung geschaffen. Jetzt ist die Politik gefordert“, erklärte der Vorsitzende des , Dieter Gorny. Daher sei es noch in dieser Wahlperiode notwendig, faire Bedingungen für die Auswertung von Musik im , sowie zur Eindämmung neuer illegaler Phänomene zu schaffen.

Das vieldiskutierte Two-Strikes-Warnmodell, wonach nach zwei Verwarnungen bei Urheberrechtsverstößen das abgestellt werde, sei nur eine Komponente „in der Konkurrenzsituation kostenpflichtiger legaler Musikdienste mit den illegalen Umsonst-Angeboten.”  Um Rechtsverletzungen im zu reduzieren, bedürfe es weiterer flankierender Regelungen.

Neben den mittlerweile bekannten Problemen wie und würden seit einiger Zeit neue Anbieter in rechtlichen Grauzonen im Musikgeschäft agieren. Diese beteiligten ebenfalls weder Künstler noch Musikfirmen an den Einnahmen und würden mit für den User irreführenden Umsonst-Angeboten die Branche unter Druck setzen, warnte der Verband.

Entgegen wiederkehrender Vorwürfe habe die Musikindustrie das legale Angebot im kontinuierlich ausgebaut. So existierten in Deutschland laut BVMI mehr als 60 legale Dienste, von Download-Modellen bis hin zum Streaming aus der Cloud. Selbst das beste legale Angebot könne  nach Ansicht von Verbandschef Gornys langfristig mit den massenhaften illegalen Umsonst-Angeboten nicht konkurrieren.

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Lotto 3000: Verbraucherschützer warnen vor unberechtigten Forderungen

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Verbraucherschützer warnen vor unberechtigten Forderungen eines Inkassounternehmens. Dabei haben sie Verbindungen der dubiosen Spielgemeinschaft  zur Firma  aufdeckt. Die Kontoverbindungen für die Einzahlung der Lotto-3000-Forderung sei mit der des in den letzten Wochen in Potsdam auffällig gewordenen Inkassounternehmens identisch, teilte die Verbraucherzentrale Brandenburg mit.

Das Unternehmen gehe mit “massiven Einschüchterungen” gegen Verbraucher vor um ”recht zwielichtige wirkende Forderungen” einzutreiben. Im Raum Cottbus und Oranienburg erhalten Verbraucher derzeit Mahnschreiben von , in der brandenburgischen Landeshauptstadt sei die aktiv, berichteten die Verbraucherschützer. In den Schreiben werde unterstellt, als Kunde habe man telefonisch einen Vertrag zur Teilnahme an einer Gewinnspielgemeinschaft geschlossen.

 

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